Tore zum Frühstück

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Morgens halb 10 in Deutschland: Der Ball rollt. Nun führt eine WM in Australien und Neuseeland eben zu ungewohnten Anstoßzeiten in Westeuropa. Aber was will man machen, irgendwo ist es schließlich immer 4 Uhr. Und so kommt es, dass einem zwischen Kaffee und Käse vor Aufregung die Gurke von der Stulle rollt, weil Japan schon das zweite Abseitstor schießt, Spanien drei Tore in sechs Minuten macht oder Neuseeland den Ball zum historischen ersten WM-Sieg überhaupt ins Tor donnert. Dazu bleiben Flips und Chips im Schrank, stattdessen kommen Müsli oder Marmelade auf den Tisch. Und: Mit Toren in den Tag zu starten hat durchaus was Erfrischendes. WM als neue Morning-Routine. Wobei, ich halte es da eh wie andere mit Eis: Fußball geht immer!

Und bis jetzt kann man sagen: Die ersten drei Tage dieser WM beleben durchaus den Geist und liegen alles andere als schwer im Magen. Fing an mit einem durchaus überraschendend verlaufenden Eröffnungsspiel und dem eingangs erwähnten Auftaktsieg Neuseelands. Auf jeden Fall gut für die Stimmung vor Ort und auch im Hause Down Under. Denn auch die zweite Gastgeberinnen-Nation legte nur wenige Stunden später mit einem Sieg nach. Wer will sich als Gastgeberin schon sofort die Butter vom Brot nehmen lassen?

Ansonsten gab es standesgemäße Auftaktsiege der Schweiz, USA, Spaniens und Englands. Die amtierenden Olympiasiegerinnen aus Kanada stolperten minimal, aber Nigeria ist als elffache Afrikameisterin eben auch keine Laufkundschaft. Und dann heute zur absoluten Prime-Frühstückszeit: Japans sehr souveräner Auftritt gegen WM-Neuling Sambia mit schön herausgespielten erstaunlichen fünf Toren. Und der Frage: Ist mit den Japanerinnen etwa zu rechnen bei dieser WM? Schon klar, ein hoher Auftaktsieg macht natürlich noch keinen Titel. Aber er sorgt schon mal für wahnsinnig gute Laune. Und das kann man doch nicht nur morgens am Frühstückstisch ganz gut gebrauchen.