
Jetzt wird’s mathematisch People, sorry für alle mit Zahlenallergie. Aber Fußball ist mitunter auch eine Wissenschaft für sich, ein Schauplatz manchmal unergründlich anmutender Taktik- und Systemspielchen: Wer wechselt wann von 4-2-3-1 zu 4-4-2 oder gar 3-4-2-1? Wer bin ich und wenn ja, wie viele?
Auch Statistikfans kommen ja schon lange voll auf ihre Kosten. Passquoten, gelaufene Kilometer, angekommene Flanken, nicht angekommene Torschüsse, Ecke, Spitze, 1-2-3. Es ist vielerorts einfach wie Schach ohne Würfel, wie schon Poldi messerscharf erkannt hat. Und nach Fernschüssen aufs Tor werden jetzt sogar neben dem Speed (km/h) auch die Spin-Rate angezeigt. Ah ja.
Wir halten fest: Gut ein Drittel der Spiele sind gespielt. Und es gab nur 3 von 23, bei denen Tore auf beiden Seiten fielen. Ansonsten stand die einseitige Null: 0:0, 1:0, 0:2, 3:0, 4:0, 0:5, 6:0. Das war also mehrheitlich das Bild. Für das Team, das zuerst ein Gegentor bekam, war des Gegnerinnen Tor fortan wie verflixt und zugenagelt. Heißt also auch: 13 von 32 Teams haben noch gar nicht getroffen. Gut, teilweise hatten sie auch erst ein Spiel Gelegenheit dazu, aber das sind immerhin auch 90 Minuten (plus Nachspielzeit).
Und hier noch zwei weitere Zahlen: 7 und 3. Das waren die Uhrzeiten, zu denen ich mich zuletzt aus dem Bett begab. Zum einen, um Japans souveränen 2:0-Sieg gegen Costa Rica zu sehen, zum anderen, um im zweiten Gruppenspiel der Gruppe E das schon vorab als ausgemachtes Spitzenspiel zu erkennende Aufeinandertreffen der USA gegen die Niederlande zu verfolgen (War es, 1:1).
Nun, WM ist halt nix für schlafmützige Waschlappen, die in der eigenen Zeit- und Komfortzone vor sich hinsiechen. Und wenn der Ball ruft, dann folge ich. Immer. Und letzten Endes sind Uhrzeiten ja wie das Alter: Bloß eine unwichtige Zahl.
