Meine Damen, was für Namen

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Wenn Kleider Leute machen, was machen dann Namen? Dramen vielleicht? Zumindest erzählen sie gute Geschichten. Für den eigenen Namen kann man zwar nix, doch manchmal möchte man die Eltern nur beglückwünschen ob all des Wohlklangs, Wortwitzes und der Weitsicht. Vor allem, wenn die Tochter später zufällig auch noch Fußballerin wird. Und wenn sich alle Sterne des Universums vereinen, dann passiert sowas: Im Tor mit der Nummer 1 auf dem Rücken – Hope Solo. OK, ist schon eine Weile her. Aber trotzdem! Das konnte nur ein Fingerzeig von ganz oben sein.

Zurück zu dieser WM. Dass Kickerinnen aus Südamerika und dem Süden Europas oft mit ihrem Vornamen auflaufen, ist nicht neu. Neu ist, dass dies auch die Japanerinnen teilweise tun. Und so ging es mit Jenni, Olga, Leticia, Aoba und Saki munter durch die Vorrunde. Aber es gab noch ganz andere Highlights.

Fast schon ein Klassiker im Fußball: Hand! Während man irritiert das verbotene Körperteil im Spiel suchte (Was? Wo denn?), war sie bei Neuseeland ständig im Spiel und das ganz legal: Jacqui Hand. Gestatten, Argentiniens sichere Abwehr-Bank: Eliana Stabile. Hielt zwar hinten weitestgehend den Laden zusammen, nütze aber nichts. Argentina ist raus. Die Schweizerin Livia Peng wäre vermutlich lieber Stürmerin geworden (Da! Peng! Drin!), aber auch als Torhüterin kann man schließlich Bälle mit Wumms nach vorne ballern. Ob die Haitianerin Chelsea Surpris die Gegnerinnen mit ihrer Kompromisslosigkeit überrascht hat? Neuseelands Olivia Chance jedenfalls hatte ja die Möglichkeit auf den Achtelfinaleinzug, packte sie aber nicht beim Schopfe. Und auch Priscila Chinchilla trat mit Costa Rica schon die Heimreise an, bevor es unter den letzten 16 Teams richtig kuschelig wurde. Ganz anders Kathrine Kühl, die auch weiterhin cool bleibt und die Fäden in Dänemarks Mittelfeld ziehen kann. Auch Lina Hurtig mit Schweden ist noch dabei, saß aber bis jetzt oft auf der Bank. Zeit, die Beine in die Hand zu nehmen. Ebenfalls im Achtelfinale wartet, nun ja, mit spitzenmäßigem Stellungsspiel die Kapitänin der Niederlande: Sherida Spitse. In Englands Strafraum sorgt unterdessen Abwehrspielerin Millie Bright für helle Momente. Und wer denkt sich montagmorgens nicht: What a Gift Monday. Wobei man natürlich weiß, dass die gleichnamige Nigerianerin vor allem eins ist: Ein Geschenk. Wie auch der nahende Eintritt dieser WM in den Achtelfinal-Modus, auch bekannt als K.O.-Runde. Und da heißt es nicht nur in Gottes Namen: Jetzt zählt’s!