
Bonjour mes amis oder: Kinder! Anschnallen! Olympia! Ja, diese Mutter aller magischen Sportgroßveranstaltung wirft ihre Schatten in Form von maximaler Vorfreude meinerseits voraus. Es soll ja immer ein einzigartiges, ganz besonderes Erlebnis sein, wenn man Teilnehmende fragt. Das sind nun leider die wenigsten unter uns, aber dabei sein ist alles – auch vorm Fernseher. Olympia ist so unfassbar groß. Und der Fußball darin nur ein ganz kleiner Teil. Für den Frauenfußball allerdings gilt: klein, aber ganz fein. Denn 12 absolute Top-Teams treten an und zwar mit Top-Personal. Eine Art Mini-WM also auf allerhöchstem Niveau.
Und so umfasst das überaus gehaltvolle Teilnehmerinnen-Tableau: die ewigen Favoritinnen und je viermaligen Weltmeisterinnen und Olympiasiegerinnen aus den USA. Die Gastgeberinnen aus Frankreich, die gut wie nie auf FIFA-Weltranglisten-Platz 2 dastehen. Die elffachen Afrikameisterinnen aus Nigeria. Die amtierenden Olympiasiegerinnen aus Kanada. Team Brasilien als gegenwärtige und Rekordmeisterinnen Südamerikas. Die aktuellen Weltmeisterinnen und Weltranglistenersten aus Spanien. Die achtfachen Europameisterinnen aus Deutschland. Dazu noch die letztjährigen WM-Viertelfinalistinnen um Australien, Japan und Kolumbien. Und Sambia und Neuseeland. Und on top gibt‘s dazu die individuelle Crème de la Crème des Frauenfußballs. Die ikonische Marta mit ihrer unfassbar sechsten und letzten Olympia-Teilnahme für Brasilien. Die spanische Europa- und Weltfußballerin Aitana Bonmatí. Die letztjährige WM-Torschützenkönigin Hinata Miyazawa (Japan). Afrikas sechsfache Fußballerin des Jahres Asisat Oshoala (Nigeria). Die WM-Entdeckung Linda Caicedo (Kolumbien). Und Deutschlands hoffentlich fitte, dreifache Fußballerin des Jahres Alex Popp.
Es ist also angerichtet und so stehen die games wide open (so das offizielle Motto der Spiele in Paris). Gott sei Dank hat auch während Olympia jeder Tag 24 Stunden und somit Zeit, sich neben dem Fußball weiteren wichtigen Angelegenheiten zu widmen. Turmspringen zum Beispiel oder Geräteturnen, Tischtennis oder Gewichtheben. 329 Wettkämpfe in 32 Sportarten und in insgesamt 19 Tagen – zumindest der TV-Sommer ist gerettet.
Übrigens startet das Frauenfußballturnier schon einen Tag vor der offiziellen Eröffnung, also am 25. Juli 2024. Noch drei Mal schlafen und dann fliegen endlich die Löcher aus dem fromage.
