
Olympia minus 1 Tag und wir sehen den Tatsachen ins Auge: Der erste Spieltag endet mit keiner Überraschung für Niemand. Am Ende stehen für alle ersichtlich Siege der Favoritinnen in jedem Spiel. Das Zustandekommen mag auf dem einen oder anderen Spielfeld glücklich gewesen sein, aber excuse-moi, danach kräht ja schon heute kein Hahn mehr.
Das rasanteste Spiel lieferten dabei die Gastgeberinnen gegen aufmüpfige und robuste Kolumbianerinnen. Die auch bei einem 0:3-Rückstand nicht klein beigaben, sondern sich noch bis auf ein Tor rankämpften. Am Ende hat es nicht gereicht. Neuseeland ging gegen das favorisierte Kanada zwar früh in Führung, ebenso wie Japan gegen die Weltmeisterinnen aus Spanien. Genützt hat es beiden nicht. Souveräne und ungefährdete Siege hingegen fuhren die Teams aus Deutschland und den USA ein (je 3:0).
Für den irrsten Skandal schon vor der Olympia-Eröffnung sorgte indes Team Kanada. Die versuchten nämlich mithilfe einer Drohne hinter die Fassade des Trainingsplatzes der Neuseeländerinnen zu blicken. Das ist natürlich verboten und man darf sich wundern: Wozu das Ganze? Schon sportlich gesehen machte die Aktion wenig Sinn (denn Neuseeland scheint mit Verlaub, auch mit ganz legalen Mitteln zu schlagen) und auch in der Umsetzung war das wohl nicht der cleverste Schachzug. Am Ende wurden Teile des Trainer- und Trainerinnenstabs suspendiert, mitsamt der Cheftrainerin. Und der Videoanalyst zu einer Haftstrafe auf Bewährung blitzverurteilt. Und jetzt? Augen auf beim Trainingslauf (und Drohnenkauf). Die Konkurrenz schläft nicht.
Schauen wir nun aber erstmal auf den angekündigten Augenschmaus der galaktischen Eröffnungsfeier heute Abend und lassen die Spiele jetzt richtig beginnen.
