
Holla die Bergfee, der erste Spieltag ist passé. Und hinterlässt direkt schon seinen Zauber in Form von vollen Stadien, Weitschuss-Traumtoren und jeder Menge gute Laune. Nicht nur, aber vor allem einmal mehr durch hüpffreudige niederländische Fans. Außerdem sind wir an Tag 6 schon um erste, magische Erkenntnisse reicher.
- Bitter, aber wahr: Es gewinnen nicht immer die Besseren. Aber in der Gruppenphase bleibt zumindest immer noch die Hoffnung auf das zweite Spiel. Nahm sich auch die Schweiz nach einer unglücklichen Auftaktniederlage gegen Norwegen zu Herzen und schickte im zweiten Spiel Island mit 2:0 heim und auch schon nach Hause. Der Traum vom Viertelfinale – für das erste Team schon ausgeträumt nach fünf Tagen.
- Man kann einen Elfmeter versemmeln und sich später trotzdem feiern lassen. Nicht wahr, Ada Hegerberg? Der norwegische Topstar verschoss gegen die Schweiz erst einen Strafstoß und konnte sich später trotzdem noch für den Auftaktsieg feiern lassen.
- Man kann als Top-Favoritin auch einfach mal Top-Favoritinnen-Sachen machen und direkt mit 5:0 durchs Auftaktmatch donnern: Spanien gegen Portugal, 5:0.
- Man kann gewinnen und sich trotzdem nicht so richtig freuen. Nämlich dann, wenn man im Auftaktspiel zwar wichtige drei Punkte holt, aber seine Kapitänin durch Verletzung für das gesamte Turnier verliert. Bitter, Deutschland und gute Besserung, Giulia Gwinn.
- Kracher gibt es immer wieder, wenn sie dir begegnen, musst du sie nur sehen. Auch schon direkt am ersten Spieltag. Und so zeigte Frankreich England direkt mal, dass eine Titelverteidigung kein Ponyhof ist.
- Man kann Holland heißen und trotzdem gegen und nicht für die Niederlande spielen. Musste sich Ceri Holland aus Wales an diesem Wochenende bestimmt nur grob geschätzte 35.872 Mal anhören.
- Eine wahre Perle der Sport-Kommentation, die besagt: Man sucht mit einer Flanke zwar immer die eigene Mitspielerin, aber kommt nicht umhin, schlimmstenfalls „den Kopf einer Isländerin zu finden“. (Wuähh! Gehört bei Schweiz gegen Island in der ARD).
So kann es doch gern weitergehen. Am besten immer mit eigenem Kopf. Und flammendem Herz und Dampf im Fuß.
